Machbarkeitsstudie:

Die nachhaltige Gestaltung der Eisplanade


Wie kann ein Grossevent wie die Eisplanade möglichst umweltfreundlich gestaltet werden?

Diese Frage war von Anfang an ein wichtiger Teil der Planung und Umsetzung der Veranstaltung.

Aus diesem Grund wurde im September 2018 bei der Firma Enerconom eine Studie in Auftrag gegeben. Die Spezialisten für Energie- und Gebäudetechnik haben die Eisplanade einmal genauer unter die Lupe genommen. Herausgekommen sind verschiedenste Vorschläge, was bezüglich Nachhaltigkeit und Energieeinsparung verbessert werden könnte. Die Resultate werden hier kurz zusammengefasst.

Grundsätzlich liessen sich laut der Studie folgende Punkte verändern:


1. Den Kältebedarf reduzieren

2. Die Kälteproduktion effizienter gestalten

3. Den Wärmebedarf reduzieren

4. Weitere Varianten in der Wärmeerzeugung miteinbeziehen

5. Weitere Varianten in der Wärmeabgabe miteinbeziehen

6. Die Abwärme nutzen


Zu all diesen Punkten wurden von der Enerconom AG unterschiedliche Massnahmen vorgeschlagen, welche die Eisplanade für die zukünftige Umsetzung prüfen kann. Zudem gab sie Empfehlungen ab, welche Massnahmen für die Eisplanade als nicht sinnvoll anzusehen sind.


Zurzeit ist die Bilanz für die Eisplanade leider noch etwas ernüchternd. Diverse Massnahmen liegen vom Budget her leider (noch) nicht drin. Vieles kann sicher erst ab dem nächsten oder übernächsten Jahr umgesetzt werden. Trotzdem werden aber bereits jetzt nachfolgende Massnahmen berücksichtigt:


* Die Eisplanade nutzt Strom vom Energie Service Biel, welcher aus 100% Wasserkraft stammt.

* Zur Reduktion des Kältebedarfs werden geschlossene Banden eingesetzt. Ausserdem können die Zugänge ebenfalls mit Banden geschlossen werden. Wenn das Eisfeld nicht genutzt wird, kann sich so ein Kältesee bilden, der die Eisfläche vor Wärmeeinfluss schützt.

* Die Einteilung des Geländes wird effizienter gestaltet, um die Transportwege von produzierter Kälte bzw. Wärme zu verkürzen. So können durch den Transport entstandene Verluste reduziert und der Strombedarf dazu möglichst minimiert werden.

* Für die gesamte Belichtung werden lediglich LED-Lampen eingesetzt, welche weniger Strom verbrauchen.

* Rund um die Unterkonstruktion der Eisfläche werden seitliche Schürzen angebracht. Diese dienen ebenfalls dazu, den Kältebedarf zu reduzieren. Da Wärme bekanntlich steigt und Kälte sinkt, bildet sich im Hohlraum unterhalb der Eisfläche ein Kaltluftsee. Durch die angebrachten Schürzen wird dieser isoliert und dient gleich wieder der Kühlung des Eises. Somit können 15% Strom beim Betreiben der Kältemaschinen eingespart werden.

* In diesem Jahr werden der Eingangsbereich und das Restaurants anstatt in Zelten neu in Form von festen Fahrnisbauten aufgebaut. Dies dient der Reduktion des Wärmebedarfs, da Dank der Konstruktion aus Wandpaneelen weniger geheizt werden muss.


Die Eisplanade bemüht sich nun darum, weitere Massnahmen aufs nächste Jahr ebenfalls umzusetzen. Geprüft werden zur Zeit verschiedene Varianten von Heizsystemen. Ausserdem wird nach Lösungen gesucht, die durch die Kälteproduktion erzeugte ,,Abwärme’’ sinnvoll wieder zu nutzen. Für eine umweltfreundliche Eventgestaltung wird auf jeden Fall getan, was im Rahmen des Budgets möglich ist.